Dreckstage

Manchmal geht es mir richtig gut. Dann läuft die Welt rund und nichts wirft mich aus der Bahn. Der Tag ist hell und warm, die Menschen, denen ich begegne, grüßen mich freundlich. Das Radio spielt Herrenmagazin und ich bin mit der rechten Spur auf der Autobahn zufrieden. Ich pfeife La Paloma an der gelben Ampel, der Basilikum blüht und die Waschküche steht still. Der Papst macht Mittagsschlaf und die deutsche Bank zahlt eine Rekorddividende aus.

Doch manchmal schlingert mein Gemütsglobus wie Bischöfin Käßmann durch Hannover. Dann schmeißt mir das Leben Zitronen ans Fenster und zieht mich an den Haaren. Der Rasen wächst in einer Nacht bis unter die Achseln, das Sommergewitter schwimmt im Cabriolet und das Klopapier ist alle. Das ist sicher kein literarischer Moment, das ist scheiße.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s