Auf Messers Schneide

So, da liege ich nun, diese Kartoffel war wohl meine letzte. Es hat einfach „Knack“ gemacht und mir das Rückgrat gebrochen. Noch nicht einmal achtlos, sondern fauchend und fluchend werde ich in die Ecke geschmissen. Bespuckt und beschimpft, ich bin wohl nichts mehr wert. Ja, es mag wohl stimmen, für ein Messer ohne Klinge gibt es wahrlich nicht mehr viele Verwendungsmöglichkeiten. Doch was soll ich denn machen? Kleb mir doch bitte eine und leg mich zurück! Darüber würde ich mich sehr freuen. Vielleicht könnte ich dann sogar die Gabel, dieses spitze Flittchen, endlich kennenlernen, die lediglich ein einziges Mal neben mir in Besteckschublade lag. Aber als wir uns so Griff an Griff in der Mulde aneinander schubberten, bin ich so richtig scharf geworden und dachte nur: „Hoffentlich geht jetzt nicht das Licht an!“ Ich habe mich einfach nicht getraut sie anzusprechen und am nächsten Morgen war sie dann verschwunden. Kein Zettel, kein Anruf, kein nix! Ich war ganz schön enttäuscht. Eines Tages habe ich gehört, dass sie mit dem Korkenzieher, diesem Dünnbrettbohrer, zusammen sein soll.

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