18. Dezember 2009 von murmeltiertag
Es ist wieder soweit: Der Dekostress beginnt. Da kommt man nicht drumrum. Selbst wenn ich mir beim Autogramm von Oliver Kahn geschworen habe, Gott hab ihn selig, diesen Wahnsinn einfach zu ignorieren, basteln die Kinder in der Schule sicher etwas Tolles. Mit ihren Lehrerinnen wird da gemalt und geklebt, gehäkelt und geklöppelt, gefilzt und gefärbt. So werden Dutzende Pappsterne mit Bommeln, Engelchen zum Hinstellen, Wachstropfformen, verzierte Nadelgehölzzweige, rote Filzmützchen oder selbstgebackene knüppelharte Kekse, die unbedingt am Baum hängen müssen, stolz nach Hause getragen. Unsinnige Wichtelgeschenke werden angeschleppt und Nümmerchen für Adventskalender gezogen. Seitdem ziert unsere Küchenfensterbank ein kleiner Nikolaus mit Glitzer, der je nach Wetterlage seine Farbe verändert. Bei Regen oder Schnee ist er rosa und wenn die Sonne scheint, funkelt er blau. Nur Abwaschen kann er nicht. Na ja, beim Schrottwichteln in der Firma werde ich ihn wenigstens im nächsten Jahr wieder los!
Die Kinder schmücken zu Hause weiter bis die Wohnung aussieht wie die Asservatenkammer des Weihnachtsmannes: Kleine Rentiere und Wichtel stolpern durch die selbstgebaute Winterlandschaft aus Styropor und die Krippe wird auf dem Fernsehgerät aufgebaut (ich dreh dann immer den Bass auf, bis der Esel umplumpst). Auf dem Küchentisch nadelt ein trockener Adventskranz, beim Auspusten der Kerzen spritzen Wachsflecken bis an die Tapete und den ganzen Tag dudelt aus dem Radio Rolf Zuckerdoses „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …“.
Ich baue mir jetzt erstmal die Freistoßsituation in den Schnee, als Kamper dem Kahn einen indirekten Freistoß an der Mauer vorbei ins Eck knallt. Schön mit Schal und Trikot! Das war auch wie Weihnachten.
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12. Dezember 2009 von murmeltiertag
Weihnachten stand vor der Tür und wieder einmal hatte es diese endlosen Diskussionen gegeben. Seit zwei Wochen stritten sie jeden Abend darüber, ob sie am ersten Feiertag ihre Eltern zu Gans mit Rotkohl und Klößen besuchen oder zu seinen Eltern fahren, wo es traditionell Kartoffelsalat mit Bockwürstchen im Brötchen gibt.
„Immer dieses heilige Gedudle im Oberhemd“, dachte er und schüttelte sich, „und diese scheiß schweren handgeriebenen Kanonenkugeln, die den fetten Vogel vom Himmel geschossen haben …“. Mit Grauen erinnerte er sich an das heuchlerische Bestaunen des oberförsterlich erschlagenen grün-(n)adeligen Waldbewohners mit echten Bienenwachskerzen im letzten Jahr (das Mistding piekste, war nach zwei Tagen kahl wie ein katholisches Kirchenoberhaupt und auf allen Fotos sah man diesen dämlichen Löscheimer!). Der Gedanke an einen diskret zugeschobenen Büttenumschlag mit 50 Euro stimmte ihn auch nicht fröhlicher.
Daheim aber tauchten hunderte kleine Lämpchen die Rundfichte, eine schnittgrüne Konifere, in ein heimeliges und verheißungsvolles Licht. Engelschöre verkündeten die heilige Nacht. Mutter deckte durch Berge von Geschenkaltpapier watend den Tisch mit ihrem himmlischen hausgemachten Kartoffelsalat, ein kulinarisches Weihnachtsgedicht. Ihm lief bei diesem Gedanken das Wasser im Munde zusammen. Und die 20 Euro konnte er gut gebrauchen.
„Schön, dass ihr da seid“, riss sie ihn aus den Träumen, als sie die Tür öffnete, „ich hab heute zur Abwechslung ‘mal Gans gemacht!“
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1. Dezember 2009 von murmeltiertag
Was kann mann und frau denn zu Verkaufen alles sagen?
Verhökern sagt man bei uns.
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26. November 2009 von murmeltiertag
Bald Jetzt ist es wieder soweit.
Schokoladenadventskalender werden schon vorm Frühstück geplündert, kleine selbstgenähte Filzbeutel lieblos aufgerissen, duftende Miniaturfläschchen versprüht, Hartplastikteile von Lego, Playmobil oder Polly Pocket verstreut oder Hot Wheel – Karavanen ziehen quer durch die Küche.
Wie besinnlich ist es da doch, meinen Adventskalender gemeinsam zu füllen!
Dazu bitte die Kommentar – Funktion benutzen!

Nun hier der angekündigte Cartoon von karicartoons zum Zimtdöner, der im 6. Törchen steckt:

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22. November 2009 von murmeltiertag
Ich habe Nachbars Dackel ausgeführt. Jetzt hat es mich erwischt. Ich stinke aus dem Mund, habe eine kalte Nase und das dringende Bedürfnis, auf den Rasen vorm Haus zu scheißen. Ist das die Dackelcholera? Wie hieß die noch gleich, R2D2?
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19. November 2009 von murmeltiertag
Ach du scheiße. Das kann ja auch nur Frauen einfallen! Eine Seifenparty?! So ein in Seidenpapier eingeschlagenes 50 Gramm – Stück kostet bestimmt 12,95 und riecht auch nicht besser als die gute alte Fa. Aber wahrscheinlich belagern da 10 – 12 Hühner um die 40 das heimische Wohnzimmer den ganzen Abend lang zur besten DSF – Sendezeit, zeigen sich ihre neuen Frisuren, Schuhe und Übergangsjacken und trinken sauren Prosecco. Da ist so ein Stückchen Seife nicht zu teuer und ein willkommener Anlass, über Männer im Allgemeinen und ihre eigenen im Besonderen herzuziehen und nebenbei mal eben 4 – 5 von Hand gezogene Duftklumpen mit ätherischen Ölen aus wildwachsenden Kräutern von den Hängen des südlichen Apennin zu kaufen. Das Geld ist ja schließlich selbst verdient. In der Boutique oder im Gummibärenladen. Wo wiederum nur Frauen einkaufen. Und weil die Seife ja doch nicht so ganz billig war, findet sie im Louis – Philippe – Vertiko einen passenden, letzten Aufbewahrungsort.
Der Mann ist natürlich zu so einem Happening ausgeladen. Er rennt derweil im real,- („Einmal hin. Alles drin“) dreimal um den Akkuschrauber aus der Werbung herum und überlegt genau, ob er den wirklich braucht, kauft dann einen Kasten Bier, eine neue Jeans und eine Tüte Lakritze und besucht einen alten Freund. Wir gucken Fußball, reden über schöne Frauen (nicht die eigenen) und betrinken uns.
Ich bin schon mal gespannt auf seine neuen Alufelgen!
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17. November 2009 von murmeltiertag
Überall ist sie in aller Munde (schmeckt das dann nach Schnitzel?). Man hört davon in den Nachrichten, man liest darüber in den Zeitungen. Wie damals beim Rinderwahnsinn.
Aber ich krieg es einfach nicht. Ich kann mir Mett, halb Rind, halb Schwein, Zentimeter dick aufs Brötchen schmieren, ich kriegs einfach nicht. Ich bekomme weder lila Flecken, noch ringelt sich mein Schwänzchen. Auch die Hühnerpest ist Zugvogel artig an mir vorbeigeflogen, ohne dass ich Eier gelegt hätte. Was mache ich bloß falsch? Ich habe mich mit aktiven Erregern impfen lassen. Nix! Noch nicht einmal eine Rötung an der Einstichstelle! Ich war im Urlaub an der Schweinebucht, lass mich auf jeden Kuhhandel ein, telefoniere täglich mit der Hotline im Bundesgesundheitsministerium, habe ein 6- monatiges Praktikum bei Bauer Ewald auf Prickings-Hof absolviert. Es passiert einfach nix.
Ich werd noch wahnsinnig.
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14. November 2009 von murmeltiertag
Kalte Novemberluft schlug ihr entgegen, als sie vors Haus trat. Die Sonne blinzelte gold-rot durch das dünne Laubkleid der Bäume. Sie blinzelte zurück. Morgens hockte der Frost schon auf den Autoscheiben und aus den Nasen und Mündern stieg Drachenqualm empor. Das Gesicht zu einer Grimmasse verzogen, versuchte sie, ihre Brille zu beschlagen oder Rauchringe zu pusten.
In der Tristesse des Novembergraus sah sie aus wie ein Farbkaleidoskop: Kirschrote, kniehohe Lederstiefel, eine laubgrüne Wollstrumpfhose, einen kürbisorangenen Cord-Minirock, einen pfaublauen Pullover, einen zitronengelben Samtmantel und eine pflaumenviolette Strickmütze mit Pompons.
Ihre kleine Wohnung hatte sie herbstlich dekoriert: An der Tür baumelte ein Jutedrachen, Zierkürbisse lagen in einem Weidenkorb auf der Friesenbank daneben und auf den Treppenabsätzen standen Getreidegarben. Kleinen Holzwichteln, Elfchen und Zapfenigeln hatte sie aus Kastanien, Bucheckern und trockenem Laub auf dem Fenstersims in der Küche ein heimeliges Winterquartier geschaffen.
Neulich war es noch Sommer!
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8. November 2009 von murmeltiertag
Dialogues are a girl’s best friend
„Genau“, sagte der Mann und verstummte.
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5. November 2009 von murmeltiertag
Kaum habe ich einen Tag bewältigt, fängt ein anderer an!
Seufz (Text: Rabenau)
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31. Oktober 2009 von murmeltiertag
Das Leben ist kein Konjunktiv!
Das wäre ja auch schlimm.
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30. Oktober 2009 von murmeltiertag
Mein erster Blogbesucher aus dem Ausland war da, oder zumindest hat sich jemand ihn auf finnisch übersetzen lassen:
Hier ein Auszug aus meiner Geschichte Der zündende Begriff:
Varattu monia muistoja, käsite on Klospülungskette. Diese silbernen, irgendwie geflochteten Ketten, als der Spülkasten noch oben an der Wand montiert war. Tämä hopea, jotenkin geflochteten ketjuja, vaikka wc-säiliön katolle asentaa seinälle. Bei Oma. Kun mummo. Im Harz. Kun hartsi. Das Klo war eisekalt, auf halber Etage. WC oli eisekalt, puoli krs. Aus dem Absperrhahn kam das Wasser nur spuckend, die Kernseife hatte tiefe Risse und Haare. Alkaen virrankatkaisu venttiili, vesi oli vain sylkeminen, joka oli syvä halkeama saippualla ja hiukset.
Ist das nicht DiaGonal (=schräg)? Danke für diese unverhoffte Freude. Ich habe sie sofort genossen (Freu dich nicht zu spät). Ohne das Original zu kennen, hätte ich aber nicht gewusst, worum es geht.
Hier ist der Link zum ganzen Blog auf Finnisch.
Ob ich mal „Hallo“ sage?
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30. Oktober 2009 von murmeltiertag
Bei der Fußball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Warum? Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten – und auf der anderen Seite Kamerun!
Dieter Nuhr, von mir hochgeschätzter Kabarettist
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29. Oktober 2009 von murmeltiertag
Der Blick über die Weite endet doch am Horizont.
Das fiel mir ein/ auf, als ich mich mal wieder über Besserwisser und Klugscheißer geärgert habe. Ich finde es schön zu wissen, dass auch die alle nur bis zum Horizont gucken können. Genau wie ich. So meine ich diesen Spruch auch mit einem zwinkerndem Auge 
Sinnsprüche dürfen auch Leichtigkeit ausdrücken und sollen nicht ersticken in Tragödie und Dramatik. Erst dann sind sie Starksprüche. Alles andere lähmt doch und kann ich nicht gebrauchen.
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28. Oktober 2009 von murmeltiertag
Waagerecht ist die Senkrechte, wenn sie ruht.
Ich mag das Illustre an diesem Sinnspruch. Aber wo bleibt da Diagonal?
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27. Oktober 2009 von murmeltiertag
Dafür gibt es, glaube ich, auch eine Menge regional unterschiedlicher Bezeichnungen, oder?
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27. Oktober 2009 von murmeltiertag
Der frühe Vogel fängt auch nur den frühen Wurm.
Der späte Vogel ist sicher auch mit den späten Würmern sehr zufrieden … die sind oft dicker, saftiger und länger!
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26. Oktober 2009 von murmeltiertag
Ein Trailer eines bei uns in der Region sehr bekannten Sportclubs. Sehr gelungen!
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26. Oktober 2009 von murmeltiertag
Ich bleib heute Abend so lange wach, bis ich einschlafe!
Mein Sohn am Sylvesterabend.
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25. Oktober 2009 von murmeltiertag
Welche Begriffe kennt ihr dafür?
Funzel
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