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Posts Tagged ‘Wind’

Dort

Dort, wo der Wind sanft die grünen Hügel streichelt, die Sonne den Horizont in inniger Umarmung küsst und selbst der Regen nach Applaus klingt,
dort möchte ich einmal leben.
Zwischen sorgfältig restaurierten alten Olivenholzmöbeln, zwischen Kunst und Kultur richte ich mich ein in einem kleinen Natursteinhaus am Rande des Städtchens (damit ich das Kirchengebimmel nicht hören muss) und baue Marihuana an. Beim Versuch, es auf dem Marktplatz zu verticken, werde ich von Jugendlichen übers Ohr gehauen und verpfiffen. Der herbeigerufene Carabiniere stiehlt meine Autoschlüssel für das Karmann Ghia Cabriolet und buchtet mich ein. Im Gefängnis fallen mir die Zähne aus und ich erkranke an Skorbut.

Vielleicht, vielleicht aber auch nur, ist es ja doch ganz schön hier, wo ich jetzt bin, wenn auch nicht für immer. Irgendwann will ich weg.

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Frei sein

Ich möchte frei sein wie das Gras in den Dünen, wie die Wolken am Horizont. Ich möchte mich auf einer Bank niederlassen, in den Tag träumen und die Füße von mir strecken. Die Sonne wärmt mein Gesicht und der Wind schmeckt nach Salz. Meine Gedanken können verweilen, wo sie sind, sie umhüllen mich wie eine weiche Decke.
So möchte ich gerne leben, frei wie ein Kurzdeckenbock im Frühlingsgras.

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Zwischenstop

Mein literarisches Ich macht nun zunächst einmal eine kleine Pause. Nach vielen leichten, aber auch vielen verzweifelten Buchseiten lege ich nun die Füße hoch und mache mir ein Bier auf. Es fühlt sich gut an, wie nach langer Fahrt am Urlaubsort anzukommen und endlich die Spannung und Konzentration loszulassen und zu verschnaufen.
Vielleicht packe ich nach dem Essen das Auto aus und trage die Koffer aufs Zimmer oder erst am nächsten Morgen. Vielleicht ist es schöner, jetzt eine Weile am Meer zu stehen und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen, solange es noch hell ist.
Es gibt kein Programm für heute Abend, nur das, was ich daraus mache.
Ich kann eine neue Geschichte schreiben, das Blinken des Leuchtturmes zählen oder ich gehe mit Murat einfach einen Döner essen.

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Siehstema

Hand in Hand mit dir in die Sonne blinzeln, deine Nähe festhalten in jedem Moment, verweilen und durchatmen. Im Wiegeschritt tanzen, umplumpsen und im Gras liegen. Der blaue Himmel lädt zum Träumen ein. Ich sehe ein Schaf und einen Elefanten, für dich ist es ein Murmeltier und eine Fee.
„Die einzige Fee hier bist du“, sage ich und puste die Wolke fort.
„Liebe ist ein Segelschiff“, flüsterst du.
Ich schließe die Augen, spüre den Wind auf meiner Haut und höre mein Herz schlagen. „Ich bin gerne am Meer mit dir“, denke ich und kuschele mich näher an dich.
„Der Papst hat rote Schuhe“, meinst du.
„Ja, wie Messi!“
Schön, dass es dich gibt.

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Durchenwind

Manchmal weht er mir frontal ins Gesicht, zerzaust mir meine Frisur und ich sehe aus wie mit dem Laubbläser geküsst.
Manchmal wartet er hinter einer Ecke, und sobald ich auch nur einen Schritt nach vorne mache, packt er meinen Schirm und krempelt ihn um.
Manchmal sitzt er hinterlistig im Strandkorb, bläst mir Sand in die Augen und paniert gierig meinen eingecremten Bauch.
Manchmal schleicht er über eine Frühlingswiese, lässt kleine bunte Pollendrachen steigen oder tanzt mit den Halmen.
Und wenn ich manchmal ganz durchenwind bin, dann fange ich ihn in einer Tüte und lass ihn nicht mehr raus. Da kann er machen wassawill.

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Wie ich es mag

Manchmal gibt es Momente, die mich mehr als andere herausfordern. Manchmal stelle ich mir Fragen, auf die ich selbst keine Antwort habe. Manchmal stecke ich in Schwierigkeiten, die unangekündigt und ohne zu klingelnwie die Schwiegermutter in der Tür stehen und Einlass begehren. Und immer ruft mir das Leben dann zu: „Was nun?“ und drängelt und tippelt dabei nervös und ungeduldig mit den Fingern am Rahmen herum.
Was aber soll ich bloß tun? In eine Glaskugel schauen, den Fifty- Fifty- Joker ziehen oder das Publikum befragen? Ich weiß es doch auch nicht.

Die Mühle dreht sich so lange, wie der Wind weht. Das ist zwar dem Wind egal, dem Müller aber vielleicht nicht, der bei dem Geklappere nicht schlafen kann. „Wäre ich doch Goldschmied geworden“, mag er manchmal denken! Was allerdings wäre dann? Der Wind würde immer noch blasen und die Mühle sich immer noch drehen. Vielleicht aber würde ein herabfallender Flügel den ahnungslosen Goldschmied erschlagen, der eben unter dieser Mühle im Sturm Unterschlupf gesucht hat. Ach, hätte er doch nur gewusst, dass er den Wind nicht kann besiegen, wenn er ihn anspuckt.

Der liebe Gott mag vielleicht nicht würfeln, aber muss ich deswegen nach der Musik tanzen, die er spielt?
Ich mach es lieber, wie ich es mag.

Ich mag innehalten
verweilen
genießen
spüren
eintauchen und
träumen wann es mir gefällt

Ich mag berühren
begegnen
kennenlernen
erfahren
nahe sein und
begehren wen ich möchte

Ich mag riechen
schmecken
hören
staunen
anfassen und
erfahren was ich will

Ich mag vermissen
verlieren
sehnen
verschmelzen
hinabsinken und
begreifen wie ich es mag

Ich mag ich sein, jeden Tag.

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In meinem Kopf

In meinem Kopf steckt eine Postkarte. Immer wenn ich sie mir anschaue, scheint dort oben  die Sonne und mir leuchten die Augen.
Umgeben von Pinien und Zypressen steht ein Haus stolz auf einem kleinen Hügel. Malerische Bögen, weitläufige Wiesen und verträumte Terrassen tummeln sich im liebvevollen Spiel von Licht und Schatten. Zwischen Grillen und Zikaden, zwischen Rosmarin, Thymian, Origano und Basilikum wächst ein knorriger, alter Olivenbaum. Ein rostiger Spaten lehnt erschöpft an einer Steinmauer und Speck knistert in der gusseisernen Pfanne.
Kies knirscht unter meinen Schuhen und der Wind rauscht sanft in meinen Ohren. Das nahe Meer chattet vertraut mit der Stille, die diesen Ort so lebendig entstehen lässt in meinem Kopf.

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